Theologische Bildung küsst Jüngerschaft

Im Missionsbefehl ruft Jesus seine Jünger auf, „lehren zu gehorchen" – nicht zu wissen. Wissen anzusammeln ist mühsam, aber oft folgenlos. Tiefes Lernen, das wirklich dazu führt, dass wir anders leben, geschieht dort, wo wir Mut zeigen und uns in unbekanntes Terrain wagen – wo wir nicht lesen, um uns zu informieren, sondern um transformiert zu werden. Es beginnt dort, wo wir mit Demut und Neugier in Gottes Wort blicken, in der Erwartung, überrascht und überführt zu werden. Solch ein Lernen zeigt sich in einer neuen Art zu denken, zu fühlen und zu wollen. Und es geschieht immer in Gemeinschaft – mitten im echten Leben: im Alltag, im Zweifeln und Fragen, im Ringen mit Gott und mit sich selbst, im Dienst – sei es in der Gemeinde, Non-Profit, Wirtschaft, Familie, Ehrenamt oder wo auch immer.

Wir laden dich ein zu entdecken, wie hinter vielen alltäglichen Ereignissen und Herausforderungen tiefe theologische Fragen stecken – und diese Fragen mit der Bibel und den Stimmen von Christen aus anderen Zeiten und Kulturen ins Gespräch zu bringen. Mit unseren Studienangeboten wollen wir dir helfen, ein Jünger zu werden: jemand, der sein Leben lang zu den Füßen des Meisters sitzt und sich von ihm prägen lässt und wiederum andere prägt Jesus Lehre zu gehorchen.

“Wir rüsten Christen zu theologisch reifen, 
spirituell gesunden, 
pastoral ausgerichteten, 
missional denkenden 
und kultursensiblen Dienern Christi aus.”

Lernen, das ins Leben passt

Wie wir unsere Ausbildungsphilosophie konkret umsetzen

 
 

Von der Praxisfrage zur Theorie

Richtungsänderung! Wir starten nicht mit Theorie und versuchen, diese dann in die Praxis zu integrieren, sondern wir nehmen deine Arbeits- und Lebenspraxis als Ausgangspunkt, schauen, welche Theorie wir dafür brauchen, und überlegen dann, was dies für die Praxis bedeutet. Vom Lernen im Hörsaal zum Lernen im Alltag: Lernmomente gibt es überall. Jedes Zimmer, das du betrittst, kann ein Klassenzimmer sein. Wir helfen dir, theologische Reflexion nicht als etwas Zusätzliches zu sehen, sondern sie als einen Teil des Alltags zu erleben. 

Vom universellen Lehrplan zum personalisierten Lehrplan

In einer zunehmend komplexen Welt ist es unmöglich, alles zu lernen. Man muss kontextuell und situativ lernen. Auch allgemeine Grundlagen sind wichtig, aber sie müssen im Leben und auf deine Berufung angewendet werden. Und lebenslanges Lernen ist entscheidend - wir bereiten dich darauf vor.

Von Fachbereichen zur Integration

Integrativ zu lernen bedeutet für uns einerseits, fächerübergreifend zu denken. Aber wir gehen noch weiter: Wir fragen immer wieder danach, was dieses Wissen oder diese Theorie fürs persönliche Leben sowie für die persönliche Berufung und Praxis bedeutet. Also wie wir Kopf, Herz und Hand integrieren können.
Darum ist das Studium gleichzeitig ein Jüngerschaftsprozess, in dem es wichtig ist, dass der/die Studierende im Wissen, Können und Charakter wächst. Der formale Abschluss ist zwar wichtig, aber das primäre Ziel sollte sein, die geforderten Kompetenzen zu erlangen, um Gott und seinem Reich zu dienen.

Miss den Fortschritt, nicht die Zeit 

Bei der kompetenzbasierten Ausbildung geht es darum, die Kompetenzen im Bereich Wissen, Persönlichkeit und Praxis zu entwickeln, die für den tatsächlichen Dienst in deinem Kontext relevant sind. Daher spielen Credits (d.h. der Zeiteinsatz) in unserem Ausbildungssystem eine untergeordnete Rolle. Viel entscheidender ist das Erreichen der Lernziele. 

Zeige, dass du es kannst

Es wird erwartet, dass Studierende das erlernete Wissen in realen Situationen in ihrem Kontext anwenden und reflektieren. Daher sind Evaluationen (z.B. Prüfungen) nicht standardisiert, sondern auf Lernziel und Kontext zugeschnitten. Neben klassischen Wegen wie Hausarbeiten kann Kompetenz zum Beispiel auch durch Vorträge, Predigten, dokumentierte Gespräche, Konzepte, Projektberichte oder reflektierte Erfahrungen aus Seelsorge, Leitung und Gemeindedienst demonstriert werden. 

Die Kairos-Studienangebote sind nicht einfach Online-Programme, sondern Mentoren-Programme, welche sich auch Online-Lernformaten und einer digitalen Plattform bedienen. Der Dreh- und Angelpunkt für dein Lernerlebnis sind dein eigener Kontext und deine drei Mentoren, die dich durch dein Studium begleiten. Jede/-r der Mentoren hat einen eigenen Schwerpunkt.

Der Akademische Mentor ist mit dem Theologischen Seminar Rheinland verbunden und dein Hauptansprechpartner. Er oder sie ist gleichzeitig affiliierter Professor der Kairos-Universität. Sein bzw. ihr  Fokus liegt auf deiner akademischen Entwicklung.

Ergänzt wird diese theologische Fachkraft durch einen Praxis-Mentor, welcher die praktische Erfahrung einbringt. Der Praxis-Mentor ist mit deiner Berufung bzw. deinem Kontext und angestrebten Praxisfeld vertraut und begleitet dich in der Vorbereitung auf deinen beruflichen oder ehrenamtlichen Kontext.

Der Persönliche Mentor ist eine Person, der du tief vertraust und die bereit ist, dir fair, ehrlich und aufgeschlossen zu begegnen. Sie begleitet dich im Bereich Persönlichkeitsentwicklung und geistliches Wachstum und gibt dir hier offenes und respektvolles Feedback.

Jeder Mentor hat einen wichtigen Schwerpunkt in deinem Studium. Diese korrespondieren mit dem ganzheitlichen Ansatz, bei dem Wissen, Persönlichkeit und Praxis zusammenkommen. Gleichzeitig sind die Grenzen dabei fließend, und das sollen sie auch sein, denn wir arbeiten integrativ. Du bekommst von allen konstruktives und ehrliches Feedback zu deiner akademischen Arbeit, deiner Arbeitspraxis und deiner persönlichen Entwicklung. In diesem starken Team kommst du gut und kompetent beraten durch dein Studium und wirst optimal für deinen beruflichen Kontext vorbereitet.

Jedes Zimmer - ein Klassenzimmer

Das Studium findet nicht neben deinem Alltag statt – es findet mitten drin statt. Du bringst deine Fragen, Herausforderungen und Erfahrungen aus Gemeinde, Beruf oder Ehrenamt direkt ins Studium ein. Und das Gelernte fließt unmittelbar zurück in das, was du täglich tust.

Das ist kein Kompromiss, sondern Methode. Weil Kompetenz dort wächst, wo sie angewandt wird – im echten Leben. Dein Arbeitskontext und Privatleben ist kein Hindernis für das Studium. Er ist ein Lernort.

Pass das Studium deinem Kontext an

Bei uns kannst du maximal flexibel studieren. Um dies zu erreichen, sind die Ziel für das Studium fest definiert (sogenannte Kompetenzziele), aber der Weg dahin ist flexibel gestaltbar. Je nach Studiengang gibt es verschiedene übergeordnete Lernziele, welche sich wiederum in die Bereiche Wissen, Persönlichkeit und Praxis untergleidern. Diese Kompetenzziele sind bewusst allgemein formuliert, damit sie dann auf deine Situation angepasst werden können. Zusammen mit deinem Mentorenteam werden diese grundsätzlichen Kompetenzziele für dich konkretisiert und ein Weg dorthin festgelegt. Du kannst dir folgende Frage stellen: Was muss ich in diesem Bereich wissen, und wie wirkt es sich auf meinen beruflichen Kontext und auf mich persönlich aus?

Dein Studium - Deine Verantwortung 

Student-driven bedeutet: Du sitzt mit am Steuer. Das Mentorenteam begleitet, fordert heraus und gibt Orientierung – aber die Verantwortung für das eigene Wachstum liegt bei dir.

Das klingt nach mehr Freiheit – und das ist es auch. Aber es ist eine Freiheit, die etwas verlangt: Selbstreflexion, Eigeninitiative und den Mut, ehrlich hinzuschauen, wo du wirklich stehst. Wer das mitbringt, wird entdecken, dass dieses Studium dich auf eine besondere und prägende Weise formt.

Lernen mit Ziel und Richtung

Der Wachstumsprozess bis zur Kompetenz

Jedes Modul im Kairos-Programm beginnt nicht mit einem Lehrplan, sondern mit einer Frage: Was soll am Ende wirklich da sein?

1

Kompetenz entdecken

Du lernst das Kompetenzziel kennen – das, was du am Ende demonstrieren willst. Es ist bewusst allgemein formuliert, damit du es später auf deinen eigenen Kontext zuschneiden kannst. Zu jedem Ziel findest du Indikatoren in drei Dimensionen: Kopf, Herz und Hand.

2

Selbsteinschätzung

Bevor ihr den Lernweg festlegt, wird der Startpunkt festgelegt: Wo stehst du bereits? Welche Erfahrungen – formell oder informell – bringst du schon mit? Was kannst du durch Artefakte, Projekte oder Gespräche bereits belegen? 

3

Gemeinsam konkretisieren

Im Dialog mit deinem Mentorenteam passt du die Indikatoren an und schneidest sie auf deinen Kontext zu – deinen Beruf, deine Berufung, deine Kultur. 

4

Lernweg gestalten

Start- und Zielpunkt sind jetzt klar. Gemeinsam mit deinem Mentorenteam planst du den Weg: Kurse, Projekte, Praktika, Bücher, Podcasts, Gespräche und mehr. 

5

Lernen & Wachsen

Jetzt legst du los. Du arbeitest die Lernerfahrungen durch, triffst deine Mentoren und reflektierst deine Erkenntnisse. Dabei entwickelst du Artefakte – sichtbare Belege deiner wachsenden Kompetenz. Den Lernweg könnt ihr unterwegs gemeinsam anpassen und nachschärfen – er ist lebendig, nicht starr.

6

Master Assessment & Abschluss

Am Ende kommt dein gesamtes Mentorenteam zur Modulbeurteilung zusammen. In einem gemeinsamen Gespräch schaut ihr auf Basis eurer Beobachtungen, Gespräche und Artefakte, ob du die Kompetenz erreicht hast. Und dann feiert ihr.

Los geht's?

Wir freuen uns, dich und deine Geschichte kennenzulernen

 

Unsere unverbindlichen Erstgespräche sind deine Chance, uns persönlich kennenzulernen. Hier lernst du neben den vielfältigen Studienangeboten auch unseren Herzschlag kennen – unsere Werte, unseren ganzheitlichen Ansatz und unsere Leidenschaft. Wir wollen dir Raum geben, alle deine Fragen loszuwerden, deine Geschichte zu erzählen und dich in deinem Entscheidungsprozess zu begleiten.

 

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